© rotislavsedlacek/123rf.com

Rückenschmerzen sind ein zunehmendes Problem

Ca. 40 % der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen.  Die schulmedizinische Therapie baut auf schmerzlindernde Medikamente, Physiotherapie und zunehmend auch Operationen.

Trotz aller Fortschritte in der Medizin und diversen Therapieansätzen  bleiben Rückenschmerzen eine Herausforderung.  Besonders auffällig sind auch die Diskrepanzen zwischen radiologischen und klinischem Befund, die häufig gefunden werden.  So stellen sich bei manchen Patienten radiologisch Bandscheibenvorfälle heraus, diese leiden jedoch unter keinerlei Beschwerden. Andere, deren Rücken radiologisch unauffällig ist, klagen über starke Schmerzen und suchen Rat bei zahlreichen Ärzten und Heilpraktikern (und laufen Gefahr, als Hypochonder , Psychopathen, oder “Rentenjäger” diffamiert zu werden).

Der Rücken ist Spiegel unserer Seele

Der Volksmund kennt eine weitere Herleitung von Rückenschmerzen: “Er kann die Last nicht mehr tragen”.  Und tatsächlich findet man einen Zusammenhang zwischen Psyche und Rücken.
Wir sollen “Rückgrat beweisen”, uns nicht “hängen lassen”, “aufrecht” durch´s Leben gehen. Wer aber ständig unter Stress steht, ist dauerhaft verspannt.  Aufgrund ihrer Häufigkeit sind Rückenschmerzen nicht allein körperlich zu erklären.  Nach einer DAK-Studie steigern psychische Belastungen und Stress am Arbeitsplatz deutlich das Rückenschmerzrisiko.
Bei 85 % findet man bei Rückenschmerzen keinen adäquaten körperlichen Befund, hier  muss ganzheitlich  therapiert werden.

Genauso ganzheitlich muss allerdings auch untersucht werden, wenn z. B. der körperliche Befund nicht “alters- oder belastungsgerecht” zu erklären ist.
Was meine ich damit?  Hierunter verstehe ich z. B.  den häufig diagnostizierten Bandscheibenverschleiß, der sich nicht durch Überlastung erklären lässt  und häufig auch bei Menschen mittleren Alters als Ursache genannt wird.  Oft verbergen sich hinter diesem “Verschleiß”  Minderversorgungen der betroffenen Gewebe.  Diese Mangelversorgung kann z. B. auch durch eine chronische Übersäuerung bedingt sein, die ihre Ursache wiederum vielleicht in Stress findet.

Verkürzungen der Muskulatur

Sitzender  Lebensstil kann Hauptursache für  Rückenschmerzen sein. Der Iliopsoas-Muskel nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Es ist der sogenannte Lenden-Darmbeinmuskel.  Er ist der kräftigste Beuger des Hüftgelenks.  Durch sitzende Haltung, mangelnde Körperspannung, verkürzt er sich – zieht sich also zusammen. Erste kompensatorische Einheit ist in diesem Fall der untere Lendenwirbelbereich. Die Rückenstrecker müssen vermehrte Spannung aufbauen, um den Körper gerade zu halten . Dies fördert jedoch auch den Druck auf die Bandscheiben.  Hier wäre also eine weitere Stärkung der Rückenmuskulatur (wie häufig verordnet) kontraindiziert und würde zu einer Verstärkung des Hohlkreuzes führen, in das Patienten mit Rückenschmerzen leicht tendieren.

Wir fallen also nicht wegen zu schwachen Muskeln ins Hohlkreuz, sondern durch einen verkürzten Hüftbeuger!

Muskeln, die immer trainiert werden, aber nicht gedehnt, verkürzen. Beim “beliebten” Rückentraining verkürzen sich also die Rückenmuskeln und ziehen somit den Rücken weiter “zusammen” – das Hohlkreuz wird verstärkt.

Fazit: Der Hüftbeuger muss regelmäßig  – mehrmals täglich – gedehnt werden.  Falls Sie Kraftraining betreiben, vergessen Sie nie die trainierten Muskeln auch zu dehnen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Quellen

ad [1]  Gale CR, Ashurst HE, Powers HJ, Martyn CN. Antioxidant vitamin status and carotid atherosclerosis in the elderly. Amer. J. of Clin. Nutr., 2001;74(3):402-8. Enstrom JE, Kanim LE, Klein MA. Vitamin C intake and mortality among a sample of the United States population. Epidemiology, 1992;3(3):194-202. Khaw KT, Bingham S, Welch A, Luben R, Wareham N, Oakes S, Day N. Relation between plasma ascorbic acid and mortality in men and women in EPIC-Norfolk prospective study: a prospective population study. Lancet, 2001;357(9257):657-63

ad [2]  Mc Allister CJ, Scowden EB, Dewberry FL, et al. Ranl failure secondary to massive infusion of viamin C. JAMA, 1984;252:1684. Wong K, Thomson C, Bailey RR, et al. Acute aoxalate nephropathy after a massive intravenous dose of vitamin c. Aust N Z J  Med, 1994;24:410-1