Wie motivere ich mich selbst?

Basis, um Motivation zu schaffen, ist zu verstehen, wie unser menschliches Gehirn funktioniert.

Warum springen Menschen von Brücken beim sogenannten Bungeesprung? Warum empfindet der Eine Lernen als unangenehm, der Andere bekommt kaum genug?
Wieso fällt es uns so schwer neue Wege zu gehen, besonders langfristig an Neuem “dranzubleiben”?
Warum sperren wir uns neuen Denkweisen gegenüber?
Was genau passiert eigentlich in unserem Gehirn? Und ist es nur das Gehirn, was bestimmt, was und wie wir denken?
Bin ich überhaupt in der Lage meine Reaktionsmuster zu ändern?

Unser neurobiologischer Ansatz zur Stressbewältigung beruht auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und hilft neue Glaubenssätze und Reaktionsmuster zu schaffen, so dass sich zukünftig Handlungsalternativen ergeben.

Wir sind nicht allein

Wir haben tatsächlich ein zweites Gehirn – das Bauchhirn.
Spannend hieran: ca. 90 % der nervalen Verbindungen leiten Impulse vom Darm zum Hirn, nur 10 % vom Hirn zum Darm.
So haben Billionen von Bakterien, die unseren Darm bevölkern, einen immensen Einfluss auch auf unsere Emotionen, wie wissenschaftlich bewiesen werden konnte.
Im Darmtrakt werden u. a. auch Hormone synthetisiert, wie das Serotonin – das sogenannte “Glückshormon”.
Zusätzlich setzen die Bakterien auch Metaboliten (Stoffwechselprodukte) frei, die Nervenendigungen in unserer Darmwand stimulieren. So nehmen also “nicht-menschliche” Lebensformen Einfluss auf unsere Gefühlswelt und damit auch unser Denken.

mehr Informationen

Treffen wir Entscheidungen bewusst?

Definitiv: Nein!
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass unser Gehirn bereits ca. 6 Sekunden früher weiß, wie wir entscheiden werden. (Tom Campell, ASA Physicist).
Unser Verstand wird also erst im Nachhinein informiert.
Die von der Antike bis ins 20. Jahrhundert postulierte Meinung, Menschen entschieden rational, ist widerlegt.
Ohne Gefühle ist unser Verstand unfähig, wie António Damásios Untersuchungen belegen konnten. In seinen Abhandlungen “Descartes Irrtum”, “Ich fühle, also bin ich” und “Der Spinoza-Effekt”, kommt er zum dem Schluss, dass eine Trennung zwischen Geist und Körper unmöglich ist.

Positive Emotionen als Grundlage

Positive Emotionen schaffen persönliche Ressourcen.
Sie bewirken, dass wir stressresistenter und gesünder sind.

Höchste Motivation entsteht, wenn unser Handeln mit positiven Emotionen und Begeisterung verknüpft ist.
Diese “intrinsische Motivation” zeigt sich besonders bei Menschen, die ihre Arbeit als fordernd und sinngebend empfinden. Sie empfinden das, was sie tun, nicht als wirkliche Arbeit.

Hohe Motivation kann jedoch auch durch “Druck von außen” bedingt sein – “extrinsische Motivation”.
Diese kann mittels Belohnungen oder Bestrafungen erfolgen, bzw. findet sich bei “Workaholics”, die nicht aus Freude arbeiten, sondern um ihr Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten.

Fazit: Nachhaltigkeit in Bezug auf gesundheitliche Veränderungen kann nur gelingen, wenn nach einem äußeren Anstoß zur Veränderung, eine emotionale – also gefühlsmäßige – Bestätigung folgt und diese zukünftig als “intrinsischer Motivator” wirkt.